1. Informationen zum Virus / Infektion

Liebe Patienten,

bezüglich der aktuellen Lage rund um SARS–CoV-2 bzw. COVID 19 möchte ich durch einen eigenen kurzen Überblick informieren, Info-Möglichkeiten offerieren (siehe Punkt 4) und eindringlich um anhaltend besonnenes und verantwortungsbewußtes Verhalten bitten.

Sie alle haben in den letzten Monaten viel erfahren über Coronaviren, die es schon immer als Atemwegsinfektviren gab, und den Unterschied zum SARS-CoV-2-Virus, der die COVID-19- Erkrankung auslöst. SARS-CoV-2 hat sich 2019 neu auf den Wirt Mensch angepasst und seinen Weg in die Welt gefunden. Er hält uns seit dem Frühjahr 2020 fest im Griff. Weil er 2019/2020 so neu für den Menschen war, mussten wir alle immer bis heute täglich dazulernen. Mittlerweile wissen alle, dass auch die SARS-CoV2-Infektion (wie auch z.B. die Virusgrippe = Influenza) über feinste Tröpfchen und Aerosole (beim Husten, Niesen, Küssen, Reden, Singen...) und vereinzelt auch über Schmierinfektion übertragen wird und sehr ansteckend ist. Es gibt leichte, aber auch sehr schwere Verläufe und v.a. sind ältere und vorerkrankte Menschen gefährdet, schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln. Symptome der Covid-19-Erkrankung sind schwer von anderen Erkältungskrankheiten zu unterscheiden und können u. a. Husten, Fieber, Schnupfen, Verlust von Geruchs- und Geschmacksinn, Halsweh, Abgeschlagenheit, Durchfall oder Kopfschmerzen sein. Kinder sind vermutlich ebenso infektiös wie Erwachsene, scheinen aber (anders als bei vielen anderen viralen Infektionen) nicht vorrangig die Überträger der Infektion zu sein, können aber ebenso unterschiedlich schwere Verläufe zeigen. D.h. es handelt sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, für die die Bevölkerung noch immer keine ausreichende Herdenimmunität besitzt und nach deren Überstehen ein mitunter sehr langer Weg der Regenration für die Betroffenen zu bewältigen ist (z.B. Long-Covid-Syndrom). Es gibt mittlerweile einige medikamentöse und v.a. maschinelle Behandlungsmöglichkeiten, aber wegen langer Behandlungszeiten auf der Intensivstation sind alle existierenden Kapazitäten (platztechnisch und personell) sehr stark ausgelastet. Impfstoffe sind seit Jahresbeginn in zunehmender Anzahl vorhanden und die Impfraten nehmen endlich beständig zu, was hoffen lässt, dass die zunehmende Durchimpfung bald eine gewisse Sicherheit mit sich bringt. Und wir warten auf die Ausweitung des Impfalters auf das Kindesalter (>12 Jahre). Wann es dafür den Startschuß gibt, ist jedoch noch unklar.

(genaue Infos unter Punkt 4 in ausgewählten Links qualitätssicher nachlesbar bzw. nachhörbar).

Wichtig ist mir immer wieder: Informiert zu sein ist wichtig! Es sollen keine Ängste geschürt, dafür aber ein verantwortungsvoller Umgang eines Jeden von uns ermöglicht werden!!!

Die drastischen Einschnitte der vergangenen Monate waren notwendig, sinnvoll und effektiv, auch wenn sie wirklich jedem von uns viel abverlangt haben. Dank der gemeinsamen, duldsamen Akzeptanz und Umsetzung der Lockdown-Regeln der mittlerweile drei Infektionswellen konnten immer wieder die Zahlen der 7-Tage-Inzidenz reduziert werden. Zu frühes Lockern birgt immer ein Risiko in sich und die dritte Welle hatte uns in den letzten Wochen noch stärkere Einschnitte in die Freiheit eines jeden von uns eingebracht. Auch die Zukunft wird von jedem von uns Verständnis, gemeinsames regelkonformes Verhalten und Verzicht auf Leichtsinn abverlangen. Je mehr Verantwortung jeder einzelne von uns, sowohl im kleinen Privatumfeld (familiäre Sorgfalt, Abstands- und Hygieneregeln) als auch im gesellschaftlichen Umfeld (z.B. Achtsamkeit in der Kaufhalle, bei Freizeitgestaltung, in Kindergarten/Schule/Hort, am Arbeitsplatz, beim Praxisbesuch u.v.m.), übernimmt, umso eher haben wir die Chance, ein gewisses Maß an Normalität zu erreichen.

2. Informationen zum Praxisprocedere

Daher bitten wir dringend um Beachtung der folgenden Punkte, damit wir ein Ort der sicheren Hilfe sein können und nicht wegen Unachtsamkeit die Gesundheit von Mitpatienten, aber auch des Personals gefährden:

  • Beachtung der geänderten Öffnungszeiten (siehe Punkt 3)
  • Telefonkontakt immer vor Praxisbesuch (für individuelle Absprachen)
  • einzeln eintreten (vor Tür warten, wenn bereits eine Familie am Tresen im Schwesternkontakt ist)
  • immer einen medizinischen Mundschutz tragen, sofern es das Alter zulässt
  • halten sie auch bei uns die allgemein gültigen Hygieneregeln ein (AHA+L-Regeln)
  • Bitte haben sie Verständnis, wenn sie wegen Platzmangel aufgefordert werden, vor der Praxistür zu warten / spazieren zugehen. Wir werden Infektpatienten der Akutsprechstunde nur noch in Kohorten vom maximal 6 Familien (1 Erwachsener + erkrankte(s) Kind(er)) einlassen müssen, Regulierung erfolgt über das Fachpersonal! (Ziele: 1. Einhaltung der Abstandsregeln innerhalb des kleinen Praxis-Wartebereich, 2. bessere Nachverfolgung im Falle eines positiven Testergebnisses in der Praxis)
  • bei Besuch der Praxis – bitte beschränken sie sich auf das Wesentliche, bereiten sie gedanklich alle Fragen vor und sprechen Sie möglichst schon am Tresen ab, was vorbereitet werden kann (z.B. Rezepte für Dauermedikamente) für ein rascheres Abarbeiten
  • behalten sie Ihr Kind im Wartebereich auf Ihrem Schoß, bringen Sie möglichst eigenes Beschäftigungsmaterial mit (aus Hygienegründen ist unser Angebot reduziert)
  • Begleitung kranker Kinder durch nur ein Elternteil, keine unnötigen Begleitpersonen (gesunde Geschwister, Großeltern…), bitte keine kranken Geschwisterkinder zu geplanten Vorsorgen mitbringen!
Vielen Dank für Ihr Interesse, Ihre Mitarbeit und Ihr Verständnis!

Anmerkungen:
  1. Auch für uns ist es eine besondere Zeit!
  2. Nicht abänderbare bauliche Gegebenheiten zwingen uns dazu, ungewöhnliche Wege zu gehen!
  3. Wartezeiten werden nicht vermeidbar sein!
  4. Aber seien Sie gewiss, wir geben unser Bestes!

Bitte beachten Sie auch folgendes: Kurzinfo vor Praxiseintritt

In diesem Sinne bleiben Sie gesund!
Ihr Praxisteam

3. Öffnungszeiten

Akutzeiten für kranke Patienten  - vorherige telefonische Kontaktaufnahme

Mo. - Fr.    8.00 - 12.00 Uhr (Annahmeschluß 11.30 Uhr)

  • alle kranken Kinder
  • Wir bitten um Verständnis für die Kohortenbildung (siehe Erläuterungen unter 2.) und entstehende Wartezeiten!!
  • nur vereinzelt und nur terminierte U-Untersuchungen (vor Termin bitte telefonische Rücksprache)

 

Sprechstunde für gesunde Patienten  - nur nach Terminvereinbarung

Mo. + Do.  14.00 - 17.30 Uhr

Di.             14.00 - 15.30 Uhr

  • U-Untersuchungen + Impfungen
  • keine kranken Geschwisterkinder mitbringen!

4. Infos zur Corona-Impfung

Seit Beginn des Jahres 2021 können sich Menschen in Deutschland gegen die SARS-CoV-2- Infektion impfen lassen. Die Impfstoffe sind durch ein Parallelschalten der verschiedenen Studienphasen in bewundernswerter Zügigkeit entwickelt worden, ohne dass die Sicherheit in den Hintergrund treten durfte. Es sind auch neue Wege bei der Impfstoffherstellung gegangen worden. So sind die mRNA-Impfstoffe neu. Ihre zugrundeliegende Technologie aber wird seit nunmehr 30 Jahren beforscht, ist aber bisher nur im Medikamentenbereich im Einsatz gewesen. Die Bewährungsprobe als Impfstoff hat dieses Prinzip nach bisherigen Wissensstand sehr gut bestanden. Andere Impfstoffe sind auf Vektortechnik basierend, die wir bereits aus Impfstoffen gegen Ebola und Dengue-Fieber kennen. Und bald schon wird auch das altbewährte Prinzip der Protein-Impfstoffe auf den Markt kommen.

Für meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist wichtig zu wissen, dass aktuell nur die mRNA-Impfstoffe (erst Comirnaty, dann auch Spikevax) die Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) für Kinder >=12 Jahre erhalten haben. Die STIKO hat diesen Impfstoff dann im ersten Schritt ab 16 Jahre und nur eingeschränkt auch für 12jährige empfohlen. Seit Mitte 08/2021 ist nun auch die Empfehlung für Kinder ab 12 Jahre ausgesprochen worden. Man machte es sich nicht leicht und ich vertraue auf eine wissenschaftlich saubere Überprüfung diverser Daten zur Sicherheit der Impfstoffe, ohne die diese Empfehlung nicht ausgesprochen worden wäre.

Ab 09/2021 werden wir also uneingeschränkt (erweitert zum bisherigen Procedere) auch Kinder ab 12 Jahre gegen Corona impfen. Aufgrund von impfstoffbezogenen Notwendigkeiten gibt es ein festgelegtes Procedere zur Umsetzung dieser Impfaufgabe in der Praxis, welches nicht variierbar ist.

Procedere:

  • nach familiärer Überlegung den sicheren Impfwunsch der Praxis melden zwecks Eintragung in die Warteliste
  • Impftermine werden telefonisch vereinbart (immer 2 Impftermine im Abstand von 4 Wochen, immer mittwochs zwischen 13-14.30Uhr)
  • Bitte in den 14 Tage vor und nach Coronaimpfung keine anderen Impfungen oder Desensibilisierungen.
  • Zum Termin mit Sorgeberechtigtem (zwecks Aufklärungsgespräch), 3 unterschrieben Zetteln (Aufklärungsmerkblatt, Anamnesebogen, Einverständniserklärung, siehe Link) und Impfausweis pünktlich erscheinen!
  • Nach der Impfung bitte 15 min. in der Praxis warten
  • Am Tag der Impfung und am Folgetag keine schwere körperliche Belastung (Sport, Radtour o.ä.), bitte auf ausreichendes Trinken achten.
  • Bitte stets beide Impftermin in unserer Praxis.
Link: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

14 Tage nach der 2. Impfung gilt der Impfling als voll geimpft mit bestmöglichem Schutz und das entsprechende Impfzertifikat (aktuell in Apotheken, eventuell später auch bei uns) kann ausgestellt werden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Kinderärztin Frau Dr. Susanne Lehmann - Am Steintor 6 - 06112 Halle - Telefon: 0345 283 57 15 - Telefax: 0345 682 66 811

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